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19.06.2015

Weißbruchfreie Druckergebnisse auf Felix Schoeller E-PHOTO® Papier

Weißbruch ist ein bei Layflat-Produkten wie Fotobüchern häufig feststellbarer Qualitätsmangel. Felix Schoeller Digital Media, eine Business Unit der Felix Schoeller Group, Osnabrück, hat sich gemeinsam mit der Papiertechnischen Stiftung, PTS, die Aufgabe gesetzt, eine quantitative Messmethode für dieses Qualitätsmerkmal zu entwickeln. Die reproduzierbare Methode weist die E-PHOTO® Papiere des Spezialpapierherstellers als klare Testsieger aus.

Hochwertige Layflat-Produkte wie z.B. Fotobücher sind noch ein relativ junges, jedoch stark wachsendes Anwendungsfeld im Digitaldruck. Häufig kommt eine Layflat-Bindung zum Einsatz, bei der beide Buchseiten komplett flach liegen und durch die insbesondere doppelseitige Motive ideal zur Geltung kommen. Verschiedene Technologien und Medientypen finden für diese Anwendung ihren Einsatz, unter anderem auch die E-PHOTO® Papiere der Felix Schoeller Group. Nach häufigem Gebrauch eines Layflat-Produktes zeigt sich bei herkömmlichen Bilderdruckpapieren ein sogenannter, unerwünschter Weißbruch am Falz in der Buchmitte, der das hochwertige Erscheinungsbild trübt.

Bislang gab es keine Messmethode, um den Weißbruch in Layflat-Anwendungen quantitativ zu beschreiben. Die Felix Schoeller Group hat sich daher zusammen mit der Papiertechnischen Stiftung (PTS) die Aufgabe gestellt, eine entsprechende Standardmethode (PTS-Weißbruch-Prüfung) zu entwickeln. Mit ihr wurden drei Papiermuster im Hinblick auf ihr Weißbruchverhalten untersucht. Alle untersuchten Papiere werden vorwiegend im Bereich der Fotobücher eingesetzt.

Untersucht wurden

1. ein Silbersalz Fotopapier
2. ein gestrichenes Bilderdruckpapier
3. ein E-PHOTO® Papier der Felix Schoeller Group

E-PHOTO® Papiere gehen als klare Testsieger aus der Untersuchung hervor

Die neu entwickelte Weißbruch-Prüfmethode ist in der Lage, die verschiedenen Papiere eindeutig in ihrem Weißbruchverhalten zu differenzieren. Das E-PHOTO® Papier ist der klare Testsieger der drei getesteten Papiere, da es keinerlei Weißbruch aufweist. An zweiter Stelle folgt das gestrichene Bilderdruckpapier. Es zeigt je nach Anzahl der Falzungen einen deutlichen und stärker werdenden Weißbruch. Das Silbersalz Fotopapier ist im Ranking als das schlechteste Papier zu bewerten. Schon nach wenigen Falzungen tritt hier ein ausgeprägter, starker Weißbruch auf.

Methodik

Gegenstand der Untersuchung waren drei verschiedene, vollflächig schwarz bedruckte Papiere im Format A4. Diese Papiere wurden auf eine Größe von 208 mm x 60 mm zugeschnitten und mittels Erichsen Coater gefalzt. Hierbei wurden die gegenüberliegenden Kanten der Probe übereinandergelegt und im Coater eingespannt. Der Falz wurde mit einer Kalibrierrakel und definierter Geschwindigkeit eingebracht. Nach Entnahme der Probestreifen wurden diese aufgeklappt, um durch die Kalibrierrakel geglättet zu werden. Durch Wiederholen dieser Prozedur wurden mehrfach Falze, an genau derselben Stelle der Probe, hergestellt.

Die Messung der Weißbruch-Flächen wurde mittels eines Digital- Mikroskops vom Typ  „VHX-500“ durchgeführt. Das Gerät verfügt über eine integrierte Bildanalysesoftware, mit deren Hilfe die unterschiedlichen Flächen – mit und ohne Weißbruch - ermittelt und berechnet wurden. Unterschiedliche Messwerte (die ausgemessenen Flächen, die Flächensummen, das Flächenverhältnis in % und die Gesamtflächen in µm²) wurden in eine CSV-Datei exportiert und mittels Tabellenkalkulation weiterverarbeitet.

 

PTS – Papiertechnische Stiftung

Mit einem Forschungsumfang von jährlich rund 80 öffentlich geförderten Projekten und einem Fördervolumen von etwa EUR 8 Mio. zählt die Papiertechnische Stiftung (PTS) in München und Heidenau zu den großen Industrieforschungsinstituten in Europa. Die Forschungsziele werden auf den Bedarf der Industrie abgestimmt, die bei der Planung und Durchführung der Projekte aktiv mitgestaltet. Die Forschungsinhalte der PTS konzentrieren sich auf die Bereiche neue Werkstoffe, Verpackungen, Ressourceneffizienz und Printprodukte. Das Know-how der PTS basiert vor allem auf der Gemeinschaftsforschung. Um unternehmensspezifische Fragen zu erforschen oder Probleme zu lösen, übernimmt die PTS Forschungsaufträge für einzelne Unternehmen. Diese sind auf die Anforderungen des jeweiligen Auftragsgebers zugeschnitten. Die Ergebnisse der Auftragsforschung stehen ausschließlich dem jeweiligen Auftraggeber zur exklusiven Nutzung zur Verfügung.